Kirchenanzeige von KROSA

Liednummern auf dem Fernseher. Gesteuert vom Handy des Organisten.

Die Kirchenanzeige ersetzt die Liedtafel mit Steckziffern. Vor dem Gottesdienst werden die Nummern am Smartphone eingetippt, während des Gottesdienstes reicht ein Fingertipp – oder ein Druck auf die Funktaste an der Orgel.

Keine App, kein Internet, kein Wartungsvertrag mit einem Cloud-Dienst: Ein kleiner Rechner hinter dem Fernseher stellt sein eigenes WLAN bereit und läuft jahrelang ohne Eingriff.

Kirchenraum mit Fernseher an der Wand, der die aktuelle Liednummer 380 groß und die kommenden Nummern daneben anzeigt
Im Einsatz in der Pfarrkirche Ottendorf – seit 2026 in jedem Gottesdienst.

So läuft ein Gottesdienst mit der Kirchenanzeige

Drei Schritte, die auch ohne technische Vorkenntnisse in wenigen Minuten sitzen.

Verbinden

Das Smartphone verbindet sich mit dem WLAN „Kirchenanzeige“ und öffnet die Bedienseite im Browser. Ein Lesezeichen am Startbildschirm genügt – installiert wird nichts.

Lieder eintragen

Bis zu zwölf Liednummern werden der Reihe nach eingetippt. Zu jeder bekannten Nummer erscheint automatisch der Liedtitel aus der hinterlegten Datenbank mit über 1.200 Einträgen.

Blättern

Während des Gottesdienstes wird mit Pfeiltasten von Lied zu Lied geblättert. Das aktuelle Lied steht groß in Grün, die kommenden Nummern daneben. Für stille Momente: Blackout.

Was die Kirchenanzeige kann

Entwickelt im laufenden Betrieb einer Pfarre – jede Funktion hat einen konkreten Anlass aus dem Gottesdienst.

Liednummern mit Titel

Bis zu zwölf Lieder pro Gottesdienst. Auch Nummern wie „722,2“ oder Bezeichnungen aus eigenen Liederbüchern („SJ 12“) sind möglich. Die Titeldatenbank wird als einfache Tabelle gepflegt.

Zwei freie Texttafeln

Ankündigungen, Gebetstexte oder Hinweise werden frei eingetippt und auf Knopfdruck angezeigt – die zweite Tafel kann währenddessen schon vorbereitet werden.

Fotos und Hinweistafeln

Bis zu acht Fotos direkt vom Handy – etwa vom Kinderchor, noch während der Messe. Dazu fixe Tafeln wie „Pfarrcafé“ sowie ein Start- und ein Endbild.

Funktaste an der Orgel

Ein kleiner Vier-Tasten-Funkschalter blättert vor und zurück und schaltet den Bildschirm dunkel oder hell – ohne aufs Handy zu schauen. Batteriestand wird in den Einstellungen angezeigt.

Eigenes WLAN, kein Internet nötig

Der Rechner stellt sein eigenes Funknetz bereit. Wo zwei Bildschirme angesteuert werden, übernimmt ein externer Access Point – umschaltbar direkt in der Bedienoberfläche.

Ausfallsicher über Jahre

Fällt die Speicherkarte aus, startet das System automatisch von einer Kopie am USB-Stick weiter. Zwei Bildschirme laufen im Spiegelbetrieb, Fernseher schalten sich per HDMI-CEC mit ein.

Anzeige anpassbar

Drehung für hochkant montierte Bildschirme, Größe, Position und Farben werden einmal bei der Einrichtung eingestellt – passend zum Kirchenraum.

Diagnose eingebaut

Verbindungsqualität, Temperatur, Stromversorgung und ein Stresstest sind aus der Bedienoberfläche abrufbar. Wer die Technik betreut, sieht auf einen Blick, ob alles in Ordnung ist.

Die Bedienoberfläche am Smartphone

Vier Bereiche, große Schaltflächen, dunkler Hintergrund – gemacht für den Einsatz im gedämpften Licht an der Orgel.

Tab Eingabe: acht Liedfelder, Löschen-Taste und Vorschau
Eingabe
Tab Anzeige: Anzeigen, Pfeile, Blackout und Liste der Lieder
Anzeige
Tab Text mit zwei Textfeldern und Schriftgrößenregler
Text
Tab Bilder mit hochgeladenen Fotos und fixen Tafeln
Bilder
Einstellungen
Einstellungen

Selbst ausprobieren

Links das Handy, rechts der Fernseher in der Kirche. Tippen Sie Liednummern ein, blättern Sie, zeigen Sie einen Text oder ein Bild. Alles läuft nur in Ihrem Browser – nichts wird übertragen oder gespeichert.

Kirchenanzeige
Vorschau

Alle Nummern des Gotteslobs sind hinterlegt – zu jeder erscheint der Titel.

Funktaste an der Orgel

Gut lesbar bis in die letzte Bank

Die aktuelle Nummer füllt gut ein Drittel des Bildschirms, die kommenden Lieder stehen rechts daneben. Wer den Titel mitlesen möchte, findet ihn unter der Nummer. Auf hochkant montierten Bildschirmen wird die Anzeige gedreht.

Nahaufnahme des Fernsehers: Liednummer 722,2 groß in Grün mit Titel, rechts die Nummern 151, 251 und 722,2 Blick von den Kirchenbänken zum Altar, der Fernseher hängt seitlich am Chorbogen

Hardware: bewusst einfach, überall erhältlich

Die Kirchenanzeige läuft auf einem Raspberry Pi und nutzt handelsübliche Fernseher. Nichts davon ist proprietär – ein Bauteil, das in zehn Jahren ausfällt, lässt sich ersetzen. Zur Orientierung für Nachbauer: Ein System mit zwei Bildschirmen hat etwa 850 Euro Material gekostet.

KomponenteEmpfehlungRichtpreis
Raspberry Pi 4B2–4 GB RAM, Netzteil, microSD-Karte100–120 €
Gehäuse mit KühlungLüfter oder Kühlkörper für Dauerbetrieb15–20 €
USB-Stick für Ausfallsicherung16 GB, hochwertiger Markenstick30–40 €
Micro-HDMI-Kabeleines pro Bildschirm10–15 €
FernseherFull-HD, HDMI mit CEC – oft bereits vorhandenab ca. 200 €
Wandhalterungje nach Montageort30–50 €
Funktaste (optional)Shelly BLU RC Button 4 mit Gateway30–50 €
Access Point (bei zwei Bildschirmen)beliebiger Hersteller, wird passend konfiguriert50–100 €

Preise sind Richtwerte, Stand 2026. Die Bedienungsanleitung enthält die vollständige Installationsbeschreibung.

Fragen zum Projekt?

Die Kirchenanzeige ist ein Projekt, entstanden aus dem Bedarf einer einzelnen Pfarre, und läuft dort seit dem ersten Tag im Echtbetrieb.

Die Bedienungsanleitung zum Herunterladen beschreibt den Aufbau im Detail.

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